Wie finde ich eine professionelle AdWords-Agentur? - Teil 1

Mittwoch, 21. Juli 2010 | 19:21

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Der heutige Gastbeitrag wurde von Olaf Kopp der Online-Marketing-Agentur SEM-Deutschland zusammengestellt. Er beschäftigt sich mit dem Thema der Auswahl einer Agentur, die AdWords-Werbung für Sie verwalten kann. Da diese Thematik häufig an unseren Kundenservice herangetragen wird, freuen wir uns, dass wir nun den ersten Teil des zweiteiligen Gastbeitrags zu diesem Thema für Sie bereitstellen können.

Hat man sich aus Mangel an zeitlichen bzw. personellen Kapazitäten, fehlendem Know-how oder anderen Gründen für die Auslagerung des AdWords-Managements an eine externe AdWords-Agentur entschieden, steht man vor der Frage, welche die richtige für das eigene Unternehmen ist. Nachfolgend eine Checkliste für die Suche nach einer guten AdWords-Agentur.

AdWords-Grundwissen ist wichtigStyle:
Um herauszufinden, ob eine AdWords-Agentur professionell arbeitet, sollten Sie sich ein gewisses Grundlagenwissen aneignen. Diese Empfehlung gebe ich im Übrigen für alle Dienstleistungen, die man von externen Agenturen einkaufen möchte.

Literatur und Blogs, die Basiswissen und mehr vermitteln können, gibt es genug. Man sollte sich nicht unwissend auf die Suche nach einer AdWords-Agentur begeben, denn es tummeln sich inzwischen immer mehr Dienstleister auf dem Markt, die nur bedingt mehr Know-how besitzen als ihre Kunden, und diesen Wissensvorsprung nutzen, um "Nichtwissende" zu ködern.

Man sollte sich grundlegendes Wissen zur AdWords-Optimierung & AdWords-Management zulegen, um den genauen Leistungsumfang der AdWords-Agentur zu erfassen und sich über die Qualität der Arbeit zu informieren. Eine Prüfliste wie z.B. die folgenden Punkte zur Hand zu haben, ist mit Sicherheit nicht unbrauchbar.

Tun Sie sich selbst den Gefallen und gehen Sie nicht unwissend in die Akquise einer AdWords-Agentur.

Ziele festlegen
Zuerst einmal sollten Sie sich über die Ziele, die das AdWords-Management bzw. AdWords-Optimierung durch eine Agentur erreichen soll, Gedanken machen. Sie sollten Ziele und damit Conversions definieren. Dies können z.B. Bestellungen, Downloads oder Kontakte sein, die durch AdWords erreicht werden sollen. Als Nächstes sollten Sie bestimmen, wie viel Ihnen dieses Ziel Wert ist, also: Wie viel darf die Erreichung des Ziels an Klickgebühren kosten.

Die Festlegung der Conversionkosten ist je nach Geschäftsmodell mehr oder weniger eindeutig. Angenommen, Sie haben einen Online-Shop und Ihr durchschnittlicher Bestellwert liegt bei 30€ und Sie haben eine durchschnittliche Marge von 50%. Dann ist klar, dass die durchschnittlichen Conversionkosten höchstens 15€ betragen dürfen. Bei Dienstleitungen ist es aber etwas komplexer und man sollte ermitteln, wie hoch im Schnitt die Conversionrate von z.B. Anfragen zu daraus entstandenen Aufträgen ist. Kann man dort keine Aussage treffen, sollte man zumindest festlegen, wie teuer ein Besucher bzw. Klick im Schnitt sein darf.

Sind die maximalen Conversionkosten ermittelt, sollte die Agentur damit konfrontiert werden und diese als Mindest-Ziel festgelegt werden. Grundsätzlich sollten immer Ziele definiert werden, um die Erfolge der Agentur zu messen.

Wie professionell arbeitet die AdWords-Agentur?
Besitzt man ein gewisses Basiswissen, kann man im Gespräch mit der AdWords-Agentur die angebotene Leistung genauer unter die Lupe nehmen und z.B. folgende Fragen im Vorfeld klären:

  • Wie fein granuliert ist das Set-up?
  • Wie lautet die Strategie?
  • Wie viele Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigentexte und Keywords beinhaltet ein erstes Set-up des Kontos?
  • Werden zusätzliche Bid Management & Analytics Tools eingesetzt?
  • Wie sieht die Optimierungsstrategie aus?
  • Wird weitestgehend über DKI (Dynamic Keyword Insertion) gearbeitet oder sind die Anzeigen auch manuell auf die jeweilige Suchanfrage angepasst?

und so weiter.

Individuelle Betreuung oder 08/15?
Sie sollten bei den ersten Gesprächen ganz genau darauf achten, ob sich der Ansprechpartner mit Ihren Produkten, Wünschen und Ihrem Marktumfeld beschäftigt oder ob er nur mit allgemeinen Phrasen argumentiert. Zudem ist bei saisonalen Pordukten darauf zu achten, dass die Reaktionszeit der Agentur von hoher Priorität ist. Werden z.B. die Kampagnen für eine zeitlich begrenzte Aktion zu spät online gestellt, macht die Zusammenarbeit keinen Spaß.

Deshalb ist es umso wichtiger, von einem festen Ansprechpartner betreut zu werden, der Sie nicht als eines von vielen Projekten sieht.

AdWords-Agentur Referenzen
Nicht alle AdWords-Agenturen geben öffentlich Ihre Referenzen preis, aber in einem vertraulichen Gespräch sollten sie zumindest einen aktuellen Kunden im AdWords-Bereich nennen. Mit dieser Information an der Hand kann man sich nun einen ersten Eindruck von den Anzeigentexten und der Arbeitsweise der Agentur machen.

- Werden verschiedene Anzeigenvarianten parallel getestet?
- Was machen die Anzeigen im Vergleich zu den Wettbewerbern für einen Eindruck?

Die Anzeigenposition selber sollte dabei nicht als Qualitätskriterium genommen werden, da es es unterschiedliche Gründe haben kann, dass die Anzeigen bei einer Suchanfrage z.B. auf Position 6 und nicht auf Position 1-3 laufen.

Auch die Größe der Referenzunternehmen sollte nicht als Hauptindikator genommen werden. Angaben wie z.B. das verwaltete Klickbudget stellen eine wichtige Information dar, sollten aber nicht zu stark gewichtet werden, da qualitativ gutes AdWords-Management nicht zwangsläufig etwas mit verwalteten Gesamtbudget zu tun hat. Interessant ist da eher, wie lange die Kunden schon betreut werden. Eine längere Zusammenarbeit lässt auf zufriedene Kunden schließen.

Gastpost von Olaf Kopp - SEM Deutschland

Dies beendet den ersten Teil dieser Checkliste. Im Folgepost bespricht Olaf Kopp weitere Gesichtspunkte, die man bei der Auswahl einer AdWords-Agentur beachten kann.

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