AdWords-Vorurteile aus Agentur-Sicht, Teil 2

Montag, 10. Mai 2010 | 14:44

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Im Blog-Post vor einer Woche hat Projecter die ersten vier Missverständnisse geschildert, mit denen AdWords-Werbekunden Online Marketing Agenturen regelmäßig konfrontieren. Heute schließen wir diesen Gastbeitrag mit dem zweiten Teil ab:

Das können wir uns gar nicht leisten“

Dies ist ein ähnlicher Irrglaube wie der im letzten Blog-Post genannten Punkt zum Thema Budget. Google AdWords bietet genaue Controlling-Möglichkeiten und kann somit auf die anfallenden Kosten pro erreichtem Ziel (Anmeldung, Kauf, o.ä.) optimiert werden. Ist der für Marketingzwecke aufwendbare Teil des Umsatzes pro Kauf einmal ermittelt und damit ein Ziel-CPA (CPA = Cost pro Conversion) berechnet, kann somit auf diesen Zielbetrag optimiert werden. Im günstigsten Fall lässt sich dann das Budget hochschrauben, solange man profitabel arbeitet.

Wir bekommen unsere Kunden nur per Weiterempfehlung. Da müssen wir keine Werbung für unsere Webseite machen.“

Wer weiß, wie lange die Verfechter dieser Ansicht noch offline empfohlen werden! Denn es macht sich nach und nach die Haltung breit: Wer nicht online auffindbar ist, existiert nicht… Logisch ist, dass die Offline-Weiterempfehlungen besonders ins Gewicht fallen, wenn sie die einzige Quelle für eine Erwähnung sind.

„Dann sieht man also immer die gleiche Anzeige?“

Häufig wird davon ausgegangen, dass die AdWords-Schaltung bedeutet, dass alle Keywords zur Auslieferung einer einzigen Anzeige führen. Jedoch bietet AdWords viel mehr Möglichkeiten, wie die Bewerbung von Produkten oder Dienstleistungen mit themenspezifischen Anzeigengruppen sowie regionale und zeitliche Targeting-Möglichkeiten, in denen Anzeigentexte genau angepasst werden können. Wer für verschiedene Suchbegriffe immer die gleiche Anzeige einer bestimmten Webseite sieht, kann daraus eigentlich nur schließen, dass das AdWords-Konto nicht sonderlich professionell aufgebaut wurde.

Keyword ist gleich Suchanfrage ist gleich ein Wort?“

Für Überraschung sorgt gelegentlich die Erkenntnis, dass Keywords auch aus mehreren Wörtern bestehen können bzw. dies sogar sehr häufig tun. Keywords sind die im AdWords-Konto gebuchten Wörter oder Wortgruppen, die zur Anzeigenschaltung führen. Die Suchanfrage ist das, was in der Suchmaske bei Google eingegeben wird. Neben der Nutzung von Keyword-Optionen ist es sogar sehr wichtig, bei der Keyword-Recherche auf Kombinationen aus mehreren Wörtern zu achten. Zum einen geht der Trend zu immer längeren Suchanfragen der Nutzer (also „Jeanshose mit Schlag“ statt „Hose“), zum anderen sind die Klickpreise für solche Begriffe günstiger, da dafür weniger Wettbewerb herrscht.

Viele dieser Fragen tauchen mit erstaunlicher Hartnäckigkeit immer wieder auf und zeigen, dass noch viel Informationsbedarf über die Funktionsweise von Keyword Marketing besteht. Unseren Erfahrungen nach profitieren beide Seiten (also Kunde und Agentur), wenn ein klares Verständnis der AdWords-Strategie und der damit verbundenen Performance-Ziele vorliegt. Hilfreich sind die rege Nutzung der Online-Ressourcen von Google wie dieser Blog oder die AdWords-Hilfe und die Lektüre anderer Fachblogs zum Thema.

Gastpost von Jasmin Schindler & Katja von der Burg - Projecter, Online Marketing Agentur

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