Wir räumen auf mit AdWords-Mythen, Teil 3

Freitag, 5. Februar 2010 | 17:39

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mythen In den beiden Posts des letzten Jahres haben wir bereits 10 populäre AdWords-Mythen aufgeklärt und beschrieben, was wirklich Fakt ist (Teil 1 & Teil 2).

Aufgrund der positiven Resonanz hatten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, dazu aufgefordert, uns weitere Mythen zu übermitteln. Heute möchten wir also auch mit diesen aufräumen.


Mythos Nr. 11: Wenn man das CPC-Gebot nur hoch genug ansetzt, ist Platz 1 garantiert.
– Herr Dorst, Leipzig

Fakt ist: Ein hohes maximales CPC-Gebot ist keine Garantie dafür, dass Ihre Anzeige an erster Stelle geschaltet wird. Es gibt noch weitere Kriterien, die sehr wichtig sind, damit Ihre Anzeige eine gute Positionierung erreichen kann. Diese Kriterien werden durch den Qualitätsfaktor zum Ausdruck gebracht. Hauptbestandteile dessen sind die Keyword-Relevanz, die Qualität der Zielseite und die Ladezeit der Zielseite. Ist der Qualitätsfaktor niedrig, dann ist es auch trotz eines hohen CPC Gebots schwierig, an Platz 1 angezeigt zu werden.


Mythos Nr. 12: Durch die Optimierung eines Keywords kann dessen Qualitätsfaktor immer gesteigert werden. – Herr Lehmann, Leipzig

Fakt ist:
Dies trifft nicht unbedingt zu, denn allein das Keyword zu optimieren ist nicht immer genug. Auch die Ladezeit und Qualität der Zielseite spielen eine Rolle, wie in der Auflösung des vorherigen Mythos beschrieben. Lädt die Zielseite zu langsam, muss in der Regel zunächst die Ladezeit verbessert werden, bevor das Keyword einen besseren Qualitätsfaktor erreichen kann. Ähnlich verhält es sich normalerweise auch mit der Qualität der Zielseite. Ist diese schlecht, muss hieran gearbeitet werden, bevor Sie sich der Optimierung des Keywords widmen können.

keyword


Mythos Nr. 13: Das Keyword-Tool hat mir Keywords vorgeschlagen.
– Frau Sedlicek, Wien

Fakt ist:
Das Keyword-Tool spricht keine Empfehlungen aus und macht auch keine Vorschläge im Sinne eines Ratschlags. Das Keyword-Tool analysiert lediglich, welche Suchanfragen mit dem eingegebenen Keyword in Verbindung stehen. Dies basiert auf historischen Suchanfragen.
Wenn Sie die Ergebnisse des Keyword-Tools nicht einfach blind übernehmen, sondern hinsichtlich Ihrer Werbeziele bewerten, dann ist es sehr gut dazu geeignet, um neue, sinnvolle Keywords zu finden. Zum Beispiel Keywords, die Sie noch nicht nutzen, die aber durchaus gewinnbringend sein könnten; oder Keywords, die Sie ausschließen könnten, um Ihre Klickrate zu verbessern.

Beispiel: Sie verkaufen Kücheneinrichtungen. Das Keyword-Tool gibt folgende Keywords an:

kuecheneinrichtungen

Die grün markierten Keywords könnten Ihre Keywordliste sinnvoll ergänzen. Die rot markierten Keywords hingegen sind für Ihr Angebot irrelevant und können ausgeschlossen werden, denn Sie bieten ausschließlich Kücheneinrichtungen an, und keine Sessel, Badmöbel, Wohnzimmereinrichtung, etc. Das Keyword küche einrichten tipps schließen Sie aus, da Sie potenzielle Käufer auf Ihre Seite bringen möchten, und nicht Nutzer, die nach Informationen und Ratschlägen suchen.


Mythos Nr. 14: Wenn ich selbst auf Google nach meiner Anzeige suche und diese an einer niedrigen Position angezeigt wird, dann sehen meine Kunden die Anzeige ebenfalls an einer niedrigen Position.
– Herr Franke, Köln

Fakt ist:
Eventuell sehen Sie Ihre eigenen Anzeigen nicht mehr an einer guten Position bzw. gar nicht mehr, wenn Sie nach Ihren eigenen Keywords suchen, da Sie natürlich nie auf Ihre Anzeigen klicken, damit Sie nicht zahlen müssen. Unser System folgert aus dieser Verhaltensweise, dass die Anzeigen für Sie nicht relevant sind und zeigt diese folglich nicht mehr oder nur noch an niedrigen Positionen an, wenn Sie von Ihrem Computer aus danach suchen.
Wenn Sie wissen möchten, auf welcher Position Ihre Anzeige momentan auf der Google Suche angezeigt wird, dann empfehlen wir die Nutzung des kostenlosen Anzeigenvorschau-Tools unter www.google.de/adpreview. Dieses Tool hat einen bedeutenden Vorteil: Es fällt keine Impression für Ihre Anzeige an und somit schützen Sie Ihre Klickrate. Suchen Sie nämlich häufig nach Ihren eigenen Anzeigen und klicken Sie nicht darauf, beeinflusst dies die Klickrate negativ und kann den Qualitätsfaktor senken.

adpreview


Mythos Nr. 15: Wenn Sie eine Kampagne auf Länder in anderen Zeitzonen als Ihre eigene ausrichten und die Anzeigenplanung nutzen, dann entsprechen die ausgewählten Zeiträume der lokalen Zeit des Ziellandes.
– Frau Bächli, Zürich

Fakt ist:
Die Anzeigenplanung für Ihre AdWords-Kampagnen basiert auf der Zeitzone, die Sie für Ihr Konto festgelegt haben (Mein Konto > Kontoeinstellungen > Zeitzone). Ihre Anzeige erscheint während der in Ihrem Konto aufgeführten Zeiten – nicht in der Zeitzone Ihrer Zielregionen.

Beispiel: Sie möchten Ihre Anzeigen in Kalifornien zwischen 12 Uhr mittags und 15 Uhr nachmittags schalten und Ihr AdWords-Konto nutzt die deutsche Zeitzone.
In der Anzeigenplanung müssen Sie dann den Zeitraum zwischen 21 Uhr und Mitternacht auswählen, da die Zeitzone Kaliforniens der deutschen Zeitzone minus 9 Stunden entspricht.

Die beiden vorangegangenen Posts finden Sie hier: AdWords-MythenTeil 1 & AdWords-Mythen Teil 2

Post von Tobias Marmann - Inside AdWords-Team